Viele Dinge stehen an, sind zu erledigen und du siehst vor lauter Bäumen den Wald nicht! Ja, das ist der fast tägliche Wahnsinn in unserer Arbeitswelt!

Je nach Veranlagung gehen wir unterschiedlich damit um. Die einen sind Meister im Aufschieben – die anderen quälen sich durch den Tag und sind bestrebt, allem und jedem gerecht zu werden.

Keine der beiden Varianten bringt nachhaltige Zufriedenheit.

  • Wer aufschiebt, dem sitzt permanent ein Unwohlsein im Nacken, was Stress und einhergehende innere Unruhe erzeugt. Dieses hat zur Folge, dass die Dinge, die erledigt werden, nicht die nötige Befriedigung bringen, außer, die Person ist in der Lage, dass Aufgeschobene völlig aus dem Blickwinkel zu verbannen und dann zu vergessen,… was ja auch keine Lösung ist.
  • Die zweite Gruppe ist erst gar nicht in der Lage, irgendetwas zu vergessen und „rödelt“ durch den Tag mit angespannten Muskeln und verhärteter Mimik . Schon von weitem sieht man Ihnen an, dass sie nicht angesprochen werden wollen, weil dieses noch mehr Zeitverlust bedeutet.
  • Natürlich gibt es auch Mischformen von beiden und Menschen, die gelernt haben, dass auch ihr Tag nur 24 Stunden hat.

Die Frage ist, wie kommen Sie dahin, wenn Sie das ein oder das andere Muster leben und an Ihrem Arbeitsplatz aufgefordert sind, dass Optimum zu leisten?

Wenn Sie in dieser Tretmühle sind, ist der erste Schritt, sich diese bewusst zu machen. Wir können nur dann etwas verändern, wenn wir uns des Ist-Zustandes voll bewusst sind! Und dann ist es immer noch ein weiter Weg, denn der Dämon im Nacken räumt nicht freiwillig seinen Platz.

Als Angestellte/r setzen Sie dem Arbeitgeber ein falsches Signal, mehr zu schaffen, als normaler Weise in einen Arbeitstag reinpasst. Diese Personen nehmen sich auch nach Feierabend Akten mit nach Hause und riskieren langfristig nicht nur ihre Gesundheit, sondern auch möglicher Weise ihre Partnerschaft. Sie setzen einen Standard, an dem sie dann auch weiterhin gemessen werden.

Als Chef oder Selbständige/r dokumentieren Sie für Ihre Angestellten permanente Verfügbarkeit und setzen damit einen Standard, der vielleicht nur durch einen Herzinfarkt veränderbar scheint.

Im Leben UND in der Arbeitswelt kommt es auf folgendes an:

  1. unterscheiden zu können, was an DIESEM TAG wichtig ist und was warten kann.
  2. dass Arbeit Spaß machen darf und keine Zwangsarbeit bedeutet.
  3. dass Pausen und Muße Ihre Kreativität steigern.
  4. Dass eine relaxte Grundhaltung in jedem Fall bessere Ergebnisse bringt
  5. dass auch am morgigen Tag Dinge erledigt werden können
  6. dass die Arbeit sowieso nicht aufhört und ein zyklischer Prozess ist.

Sollten Ihnen diese sechs Regeln fremd sein oder verloren gegangen, dann ist es Zeit, inne zu halten oder sich auch Hilfe zu holen.

Ihr Leben ist wertvoll! Bitte denken Sie daran, damit Sie auch noch nach Renteneintritt mit Lebensqualität Ihre Tage gestalten können und nicht durch  degenerativen Erkrankungen eingeschränkt werden. Sie haben es weitgehend in Ihrer eigenen Hand!!